Für eine bessere Lungengesundheit – das ganze Jahr hindurch

Ein Jahreszeitenwechsel geht für viele mit einem frischen Start von Neuem und der Möglichkeit einher, nach vorne zu schauen und Zeit mit geliebten Menschen zu planen.

Aber für Menschen mit Lungenerkrankungen bedeutet eine neue Jahreszeit nicht, dass sich ihre Krankheit zum Besseren wendet. Wie jeden Tag erleiden Menschen mit Lungenfibrose (PF) Symptome, die sich mit der Zeit progressiv verschlechtern und oftmals das Atmen erschweren, sogar in Ruhe.

Boehringer Ingelheim macht im Rahmen des Pulmonary Fibrosis Awareness Month (PFAM) im September auf vier mit PF assoziierte Krankheiten aufmerksam.

Ärztin untersucht einen Patienten von hinten in einer Klinik

 

eine Erkrankung, welche die Lunge vernarben lässt. Falls Sie Symptome einer SSc-ILD wie ständiges Husten oder Atemnot erkennen, warten Sie nicht zu. Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine frühzeitige Diagnose trägt wesentlich zur langfristigen Gesundheit und Lebensqualität bei und ermöglicht Ihnen mehr wertvolle Momente mit geliebten Menschen.

Idiopathische Lungenfibrose (IPF)

Die IPF ist eine chronische und belastende Lungenerkrankung, die mit der Zeit zu einer permanenten Vernarbung der Lunge führt und Atemnot sowie Husten auslöst. Idiopathisch bedeutet, dass die Krankheitsursache unbekannt ist. Die Abnahme der Lungenfunktion ist irreversibel, eine frühzeitige und genaue Diagnose sowie eine rasche Behandlung können die Krankheitsprogression jedoch verlangsamen.  Die IPF tritt mehrheitlich bei Patienten über 50 auf und betrifft mehr Männer als Frauen.

Ärztin untersucht die Brust eines Patienten in einer Klinik

Systemische Sklerose mit interstitieller Lungenerkrankung (SSc-ILD)

Die Sklerodermie ist eine rheumatische und chronische Autoimmunerkrankung, die zur Verhärtung von Bindegewerbe führt und die Haut im ganzen Körper betrifft.

Wenn die Krankheit Körperorgane befällt, handelt es sich um eine systemische Sklerose. Die Vernarbung (Verhärtung) der Haut und Lunge kann belastend sein und lebensbedrohlich werden.

Patienten mit SSc-ILD weisen ein hohes Risiko auf, eine PF zu entwickeln. Diese kann zu einer Abnahme der Lungenfunktion führen und das Atmen erschweren und ist die Haupttodesursache im Zusammenhang mit der Erkrankung. Sie betrifft Menschen zwischen 25 bis 55, wobei Frauen viermal häufiger betroffen sind.

Ärztin spricht und schaut einem Patienten in die Augen, beide sitzen vor verschiedenen Dokumenten

Rheumatoide Arthritis mit interstitieller Lungenerkrankung (RA-ILD)

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine Erkrankung, die bei circa 1% der Bevölkerung weltweit auftritt. Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische systemische Autoimmunerkrankung, die in erster Linie die Gelenke betrifft. Die chronischen Entzündungsreaktionen finden dabei nicht nur an den Gelenken des Stütz- und Bewegungsapparats statt, sondern können auch andere Organe wie die Lunge betreffen.

Die Lunge kann unter anderem durch die Entstehung einer Entzündung oder Vernarbung in den Stützstrukturen der Lunge, dem sogenannten Interstitium, betroffen sein, was eine RA-ILD nach sich zieht.  Dies bedeutet, dass durch die Vernarbung der Sauerstoffaustausch zwischen Lungenbläschen und Blutgefässen erschwert und im schlimmsten Fall verunmöglicht wird. Die Vernarbung drückt anschliessend auf die Luftwege in der Lunge, löst einen Husten aus, der oftmals das erste Symptom darstellt, und erschwert den Sauerstofftransport in den Körper, was Kurzatmigkeit hervorruft. 

Im Krankheitsverlauf wird Atemnot bei körperlicher Betätigung und Tätigkeiten im Alltag offensichtlich. 

Die Hauptrisikofaktoren sind das Rauchen, ein höheres Alter, männliches Geschlecht und eine schwerere RA.

Ein Mann und eine Frau, mit Laborschutzbrillen, manipulieren mehrere Petrischalen mit Proben

Hypersensitivitätspneumonitis (HP)

Die HP ist eine seltene interstitielle Lungenerkrankung (ILD), die jährlich nur 2-3 von 100’000 Menschen betrifft.

Sie tritt auf, wenn die Lunge eine Immunantwort (Hypersensitivität) gegen etwas entwickelt, was eingeatmet wurde, und eine Entzündung des Lungengewebes verursacht (Pneumonitis). Manche Patienten entwickeln auch eine Lungenfibrose – die Entzündung erschwert das Atmen und kann mit der Zeit zu einer irreversiblen Lungenvernarbung führen und verhindert, dass genug Sauerstoff das Körpergewebe erreicht. Mögliche Symptome sind Atemnot, Reizhusten, Müdigkeit, sowie Trommelschlegelfinger. Menschen aus bestimmten Branchen weisen ein erhöhtes Risiko auf, eine HP zu entwickeln, so zum Beispiel gewisse Landwirte und Vogelzüchter.

Ärztin mittleren Alters schaut mit einem leichten Lächeln auf einen Mann, der dem Betrachter den Rücken zukehrt. Im Hintergrund sind mehrere Schubladen mit Elementen der medizinischen Praxis zu erkennen.

Wie können Menschen mit Lungenfibrose (PF) unterstützt werden?

Das Bewusstsein für diese Erkrankungen und ihre Symptome muss gestärkt werden. Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto eher kann eine Person Unterstützung erhalten und sich nach Abklärung mit einem Arzt für das weitere Vorgehen entscheiden. Wichtig ist es, erste Symptome nicht zu vernachlässigen und sie medizinisch untersuchen zu lassen, sobald solche auftreten. Sprechen Sie noch heute mit einem Arzt über Ihre möglichen Bedenken. Eine bessere Lebensqualität für Patienten mit PF ist möglich und geht mit mehr wertvollen Momenten mit geliebten Menschen einher.

Eine Person gibt einer anderen Person ein kleines durchsichtiges Plastikglas mit mehreren Pillen darin.
Weitwinkelansicht der Hauptbüros von Boehringer Ingelheim in Deutschland vor einem intensiv blauen Himmel.

Über Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim ist seit über 100 Jahren im Bereich der Atemwegserkrankungen aktiv. Dank des Engagements der Lungenfibrose-Gemeinschaft und von Boehringer Ingelheim wurden in den letzten zehn Jahren bedeutende Fortschritte bei diesen seltenen Krankheiten erzielt. 

Indem wir weiter das Bewusstsein stärken, hoffen wir, die Diagnosestellung, die Pflege und die Behandlungsergebnisse für Menschen mit PF zu verbessern. Mit unserer Arbeit und unserem Einsatz möchten wir das Leben unserer Patienten verbessern – jeden Tag.